KLIPP KLAPP ... und du bist tot!

Der 1. Fall für Elisabeth Schwintowsky (Rache-Trilogie)

 

Autor: Mari März

Genre: Krimi/Thriller

Printausgabe: demnächst im Handel

E-Book: 0,99 Euro

Manfred Kappler schrieb am 7. August 2016
Lohnt sich zu lesen
Mit Marion Mergen alias Mari März haben wir eine neue vielversprechende Autorin von der wir hoffentlich noch viel zu hören bzw. zu lesen bekommen. Sie hat mich in diesem Roman durch ihren lockeren, leichten Schreibstil begeistert. Die Beschreibung der Personen, der Gegend und der Handlung ist ihr hervorragend gelungen. Die Rückblicke in die DDR-Vergangenheit mit ihren Seilschaften die auch noch zum Teil heute wirksam sind, waren interessant zu lesen. Zwar stand der Mord bzw. die Morde nicht im Vordergrund, doch waren die Ermittlungsschritte nachvollziehbar und trugen zur Spannung bei. Ein Krimi der etwas anders ist als die üblichen.
 
Jasmin schrieb am 20. August 2016
Wenn dich die Vergangenheit einholt...
Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Ermittlerin Elisabeth Schwintowsky, die nach einem Jahr und schweren Verletzungen wieder in den Job zurückkehrt. Sie lässt sich von Berlin nach Brandenburg versetzen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Was damals geschehen ist, erfährt der Leser nicht von Anfang an. Die Autorin baut hier geschickt immer wieder Szenen ein, sodass man in kleinen Häppchen die Hintergründe von Lisbeths Geschichte erfährt. Natürlich kann man sich nach und nach etwas zusammenreimen, trotzdem bleibt es spannend.

Überhaupt steht in diesem Buch das Privatleben der Kriminalkommissarin im Mittelpunkt. Normalweise finde ich das immer nicht so gut, weil oft die eigentliche Krimihandlung darunter leidet. Hier war das aber nicht der Fall, im Gegenteil: Man sympathisiert von Anfang an mit der Ermittlerin, man möchte einfach mehr über sie und ihre Vergangenheit wissen. Außerdem sind die Passagen immer so in die Handlung eingebaut, dass sie fließend ineinander übergehen und es den Lesefluss nicht unterbricht.

Der Kriminalfall an sich ist sehr authentisch geschrieben - denn es gibt auch einfach mal ein paar Tage, an denen es keine neuen Erkenntnisse gibt und die Ermittlungen auf der Stelle treten. Hier zeigt sich, wie frustrierend dieser Beruf sein kann, denn vor allem Elisabeth möchte vorankommen und den Mörder schnappen. Langweilig wurde das Buch aber trotzdem nicht. Es geht in diesem Buch aber nicht einfach nur um einen Mord. Die Autorin stellt auch Verbrechen in den Vordergrund, die in der damaligen DDR geschehen sind - und bei denen weggesehen wurde. So wurde unter undurchsichtigen Umständen ein Vater an der Mauer erschossen und das Kind in ein Heim abgeschoben - Dinge, die ja leider auch wirklich geschehen sind. Mari März verarbeitet hier ein Thema, das sehr präsent war, über das aber bis heute nur wenig gesprochen wird. Mich hat das sehr berührt und auch zum Nachdenken angeregt. Es zeigt die Ohnmacht, die damals im Kontrollstaat der DDR herrschte, aber auch, dass manche Verbrechen nie gesühnt wurden.

Das macht das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem. Es ist sicher kein Mainstream und für jeden Lesertyp geeignet, denn es hebt sich deutlich von normalen Regionalkrimis ab. Das Buch ist ernster, die Spannung eher subtil und auch die Aufklärung des Falles nicht so, wie man es erwartet. Denn es gibt viele überraschende Wendungen, sodass man als Leser bis zum Schluss nicht ahnt, wie das Buch endet. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist flüssig geschrieben und durch die Nähe zur Protagonistin auch sehr intensiv. Auch wenn es einen sehr ernsten Hintergrund hat, gibt es auch immer mal wieder Passagen, bei denen ich schmunzeln musste - es ist also von allem etwas dabei.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist anderes - aber genau deswegen so interessant. Wer sich für Lokalkrimis und die ehemalige DDR interessiert, ist hier auf jeden Fall richtig: 4,5 Sterne!
 
Diese Rezension findet ihr auch bei www.buch-leben.blogspot.de
 
Zsadista schrieb am 22. September 2016
Rezension zu "Klipp Klapp - und du bist tot"
Kriminalkommissarin Elisabeth Schwintowsky kommt von Berlin nach Brandenburg. Intern wird gemunkelt, wie wurde zwangsversetzt, weil sie nicht unter Vorgesetzten arbeiten kann. Lisbeth ist es aber egal, was über sie hinter ihrem Rücken geredet wird. In Brandenburg wird sie unvoreingenommen akzeptiert. Auch ihre neuen Kollegen stellen ein seltsames Grüppchen dar. Allerdings lebt sie sich gut ein, in erster Linie wohl, weil sie voll und ganz in ihrem Beruf aufgeht. Doch kaum ist sie in Brandenburg etwas heimisch geworden, wird die erste Leiche aus dem Mühlbach gefischt. Es ist eine junge Frau und Lisbeth’s erster Fall in Brandenburg. Und so wird Lisbeth gleich zu Anfang ihrer neuen Arbeit direkt in einen Sumpf aus Intrigen und Familiengeheimnissen entführt. 

„Klipp Klapp – und du bist tot“ ist ein Krimi aus der Feder der Autorin Mari März. Es handelt sich hier aber nicht um einen reinen Krimi, vielmehr stehen hier auch die verschiedenen Menschen im Vordergrund. Normalerweise mag ich viel Privates in Krimis überhaupt nicht. In einem Krimi geht es mir in der Regel um die Ermittlungen und wie der Fall gelöst wird. Hier hingegen hat es mir kaum etwas ausgemacht. Es liegt wohl daran, dass mir die Personen so sympathisch waren. Ich könnte jetzt nicht sagen, wen ich nicht mochte, also bis auf die zwielichtigen Personen und den Täter. Manchmal waren mir die Beschreibungen von Lisbeth mit ihrer Schwester etwas zu viel.

Ansonsten ist es halt eher ein ruhiger Krimi. Es ist jetzt nicht viel Aktion vorhanden. Es geht viel mehr und dieses Zwischenmenschliche und Hintergründe der einzelnen Taten oder Personen. Man muss sich auf das Buch einfach einlassen. Wenn man dann noch vorher weiß, dass der Krimi zwar da ist, aber etwas mehr im Hintergrund läuft wie man das sonst gewohnt ist, gibt es nicht viel zu meckern. Der Schreibstil der Autorin ist auch sehr angenehm. Ich musste abends im Bett nur aufpassen, dass mir das schwere Buch nicht auf die Nase gefallen ist. Das Werk hat zwar „nur“ 346 Seiten, ist aber als ausgedrucktes Werk verdammt schwer. Durch die recht kurzen Kapitel und vielen Unterkapitel ließ sich das Buch sehr gut und schnell lesen. Ich mag das sehr gerne, auch wenn ich dann oft mehr lese, als ich eigentlich Zeit habe.

Ich bin gespannt auf einen neuen Fall von Lisbeth und ihren Kollegen.
 
C.H. schrieb am 8. August 2016
Sympathische Charaktere ermitteln, und die Morde klären sich halbwegs selbstständig 
Ein netter Krimi aus dem Brandenburgischen; dass die DarstellerInnen vordergründig bleiben und das kriminologische Geschehen in den Hintergrund rutscht, finde ich persönlich sehr angenehm, zumal alle recht sympathisch scheinen und der Rest keinen großen Stellenwert erhält. Gut zu lesen, nicht zu brutal, nicht zu seicht, gerne mehr davon!
 
(Hier hat jemand verstanden, dass die Abwechslung genau darin liegt, dass nicht die Polizei, sondern der Mörder selbst den Fall löst. Danke dafür!)
 
Dr Mabuse schrieb am 5. August 2016
sehr enttäuscht
ich habe mich bei diesem Buch zu sehr auf die Rezensionen verlassen und ich kann diese Rezensionen so nicht nachvollziehen, fünf der Rezensionen sind von Leuten geschrieben , die bei diesem Buch überhaupt die ihre erste Bewertung abgegeben haben, kein Schuft ist, wer Böses dabei denkt. Eine junge Frau wird ermordet im Mühlbach aufgefunden , das war es dann erstmal, ständig wird der "Krimi" seitenlang von allerlei Nebengeschichten unterbrochen, die mit dem Fall überhaupt nichts zu tun haben, so z.B. seitenlange Vergangenheitsbewältigung, ebenso lange Erzählungen über Renovierungsarbeiten, Liebesgeschichten, Frauenfreundschaften usw. und die Berliner Schnauze finde ich auch nicht besonders humorvoll. Ich habe so nach und nach alle Seiten, die mit dem Fall nichts zu tun haben, überblättert, bis ich dann bei ca. 76% auf das Kapitel über die Geschichte einer Familie stieß, was dann dazu führte, das ich das Buch, was sehr selten vorkommt; nicht mehr als weiter lesenswert weggelegt habe.
Die Bewertung eines Buches ist natürlich eine subjektive Angelegenheit, ich kann diesen "Gesellschaftskrimi "an Krimileser nicht weiterempfehlen, und von durchgehender Spannung kann m.E. überhaupt keine Rede sein. Es tut mir leid, mehr als einen Punkt kann ich dafür nicht vergeben.
 
(Tja, man kann nicht jeden Leser erreichen.)
 
Klaus A. schrieb am 20. Juli 2016
Spannend und lesenswert 
Ja, das ist ein Krimi, aber auch ein Psychogramm der Figuren - interessant! Die Geschichte ist ziemlich `vielschichtig` und erst zum Ende werden die Zusammenhänge deutlich. Ich hatte meinen Spaß beim Lesen!
 
Martin Weis schrieb am 4. Juli 2016:
Klipp-Klapp

Seit langem wieder mal ein Buch zum mitdenken,war sehr kurzweilig zum lesen,aber auch sehr spannend.Hoffentlich gibt's bald eine weitere Folge mit Lisbeth und ihren Kollegen

 

Amazon-Kunde schrieb am 19. Juni 2016:

Spannender Psychokrimi!

Bin total begeistert. Spannung bis zum Ende, Liebe, Hass, Leben und Tod, Berlin gestern und vorgestern ;) , brandenburgische Idylle, Familienzusammenhalt , jede Menge Herzblut und Humor (die pinke Haarsträhne und die Berliner Schnauze waren einfach Dauerschmunzler). Eine Mordkommissarin, die nicht nur "typisch abgedroschen" ist, sondern eine liebenswerte und realitätsnahe Persönlichkeit darstellt. Nicht nur ein Muss für Krimifans. Freue mich schon auf weitere Bücher dieser Autorin.

 
Jacqueline Wierschula schrieb am 6. März 2016:

Absolut lesenswert!

Ich lese kaum Krimis aber dieser hier hat mir sehr gefallen! Vor allem weil die verschiedenen Charaktere wundervoll beschrieben werden.. Das Buch liest sich super, die Autorin hat offensichtlich Witz und v.a. Talent!

 

Amazon-Kunde schrieb am 24. Februar 2016:

Tolles Buch! Bitte Teil 2!!!

Ich hatte das Buch bei der Lesung im Mai 2015 gekauft. Jetzt habe ich es endlich gelesen und kann es wärmstens empfehlen. Die Geschichte um Lisbeth ist einfach großartig. Vor allem die Praktikantin Katti und ihr "Tussenequipmentwettkullern" hat mir gefallen. Also dicker Daumen nach oben. Weiter so, Mari März. Ich freu mich auf baldigen Nachschlag!!!

 

Kerstin Jachner schrieb am 24. Dezember 2015:

Regional authentisch

Tolles Buch. Kann ich nur empfehlen. Tiefgründig, spannend und manchmal sogar lustig. Hoffentlich gibt es bald mehr von der Autorin zu lesen.

 

Melanie Lucas schrieb am 7. September 2015:

Ein ganz tolles Buch!!!

Der Krimi ist sehr spannend. Wenn man angefangen hat zu lesen, möchte man gar nicht mehr aufhören. Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen :-)

 

Theresa P. schrieb am 8. August 2015:

Super Buch!

Sehr empfehlenswert! Das Buch ist sehr schön zu lesen. Ich freue mich jetzt schon auf ein neues Buch der Autorin.

 

LutziPutzi schrieb am 16. Januar 2015:

Klipp klapp und du hörst nicht auf zu lesen ...

Von mir volle Punktzahl und fünf Sonderpunkte! Das Buch ist voll aus dem Leben gegriffen. Einmal damit angefangen, kann man nicht aufhören zu lesen.

 

Und das beste Lob kommt naturgemäß von der "Konkurrenz". Über die folgenden Zeilen einer Autorenkollegin habe ich mich selbstverständlich sehr gefreut: 

 

Liebe Mari März,herzlichen Glückwunsch zu Deinem Krimi: "Klipp Klapp und du bist tot"Wir haben ihn als E-Book...

Posted by Doreen Malinka on Donnerstag, 3. September 2015

ABS-Lese-Ecke

 

»Klipp klapp – und du bist tot« fasziniert durch die Darstellung des Lebens in der Brandenburger Provinz. Mit Elisabeth Schwintowsky und der Praktikantin Katti hat die Autorin zwei interessante Persönlichkeiten geschaffen. Sie sind sehr gegensätzlich, aber jede auf ihre Art überzeugend. Mir hat Katti besonders gut gefallen, die sich mit viel Witz und großer Klappe, berlinernd durch ihr nicht immer leichtes Leben schlägt.

Aber auch die anderen Figuren dieses Romans sind glaubhaft geschildert. Als Milieu-Studie hat mir dieser Roman ausgezeichnet gefallen. Ich hatte echte Probleme, ihn nicht in einem Stück durchzulesen. [...] 

 

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin einen weiteren Roman mit diesen Figuren herausbringen würde. Wer allerdings einen klassischen Krimi sucht, in dem es hauptsächlich um die spannende Mordaufklärung geht, dem kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Er würde wahrscheinlich enttäuscht werden.

 

Die komplette Rezension gibt es hier ...

Mari März ist Mitglied bei Writers Online
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