Mari März

Schriftstellerin, Lektorin, Ghostwriterin, Freigeist

Liebe Leser, liebe Leserinnen, 

 

Kennen Sie das? Man stößt auf ein Thema, es kribbelt unter den Nägeln, an Schlaf ist nicht mehr zu denken ... es muss RAUS. Autorenkrankheit? Schriftstellervirus? In jedem Fall unheilbar. Ansteckend? Nun, ich hoffe. Viele Schreiberlinge behaupten, sie schrieben nur für sich. Dem kann ich zustimmen. Wie gesagt, es muss einfach raus.

 

Aber selbstverständlich macht das Schreiben viel mehr Spaß, wenn man weiß, dass es da draußen auch Menschen gibt, die die geistigen Ergüsse dankbar entgegennehmen. Insofern freue ich mich, wenn ich begeistern, zum Nachdenken anregen, sensibilisieren oder einfach nur unterhalten kann. 

 

Deshalb schreibe ich hier regelmäßig eine Kolumne über politische und alltägliche Ver(-)rücktheiten. Warum das "verrückt" mit Bindestrich? Dem aufmerksamen Beobachter ist es längst klar: Man sagt so schnell "das ist ja verrückt". Aber was meinen wir eigentlich? Etwas ist nicht ganz gerade, nicht ordentlich, vom System abweichend ... schief gewickelt. Nicht geistig minderbemittelt. Nein. Einfach nur nicht der Norm entsprechend. Eben verrückt. Wer generell nur kerzengerade in Reih und Glied steht, sieht die Dinge immer nur aus derselben Perspektive, aus nur einem Blickwinkel. Wer niemals vom rechten Pfad abweicht, weiß nicht, wie schön die Blumen jenseits des Weges blühen. 

 

Deshalb bin ich gern ver(-)rückt. Und wer verrückt ist, dem fallen auch ziemlich viele verrückte Dinge auf und ein. Mein Leben lang hieß es: "Worüber du so immer nachdenkst. Das fällt sonst niemandem auf." 

 

Und so mache ich schlussendlich aus der Not eine Tugend und schreibe nieder, was mich bewegt, worüber andere denken, um uns alle ein bisschen wachzurütteln. Wer sich hier wiederfindet, dem sei gesagt: Manchmal ist es Absicht, aber niemals böser Wille. 

 

In diesem Sinne ... viel Spaß beim Lesen!

Eure Mari März

Autorenvita

Mari März wurde 1972 als Marion Mergen in Berlin-Köpenick geboren. Im schönen Monat März - woher sich auch ihr Pseudonym ableitet. Sie wuchs als jüngste Tochter einer Pädagogin in Treptow auf, die sie im Rahmen der Möglichkeiten eines totalitären Staates freigeistig erzog.  Mari war 17, als die Mauer fiel. Eigentlich wollte sie Kunst oder Psychologie studieren, aber sie wurde nicht zum Abitur zugelassen. Widerwillig erlernte sie 1988 den Beruf der Sekretärin, war angestellt bei der Staatlichen Plankommission, nach der Wiedervereinigung im öffentlichen Dienst – u. a. beim Bundesausfuhramt/Kriegswaffenkontrolle, das Anfang der Neunzigerjahre den Abzug der sowjetischen Streitkräfte unterstützte und die entsprechenden Kasernen abwickelte. Von 1999 bis 2013 war Mari März für die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag tätig; anfänglich in der Protokollführung, später für namhafte Politiker wie Friedrich Merz und Dagmar Wöhrl.

2013 entschied sie sich für die Selbständigkeit und gründete ihr Unternehmen DIE TEXTWERKSTATT "korrekt getippt". Seither verfasste sie für diverse Unternehmen Werbetexte, Sachbücher und Fachartikel sowie ein Kinderbuch und ist als Lektorin tätig. 2014 publizierte sie ihr Debüt »KLIPP KLAPP ... und du bist tot!« selbst, 2018 über den Berliner Kleinverlag REDRUM Books. Alle weiteren Publikationen erfolgten im Selfpublishing. Wie Mari März sagt: Ich musste mich freischreiben, dafür brauchte ich den nötigen Raum. Die gebürtige Berlinerin lebt heute am nördlichen Stadtrand der Metropole und zieht sich regelmäßig in ihr Refugium an der Ostsee zurück.