2025: Wenn das Licht erfriert

Der eiskalte Ausblick in eine Welt, die ...

Am liebsten würde ich abhauen, meine Kinder schnappen und fliehen aus diesem Land, das nicht mehr meine Heimat ist. Aber es ist zu spät. Vor sechs Jahren begann jene Eiszeit, die nichts mit dem Wetter zu tun hat. Je mehr die eigene Existenz bedroht ist, desto lauter schreit ein Volk nach seinem Führer.
Den hat es jetzt.
Einen Despoten samt Polizeistaat.
Dennoch herrscht die Angst.
Mehr als je zuvor.
Sicherheit ist eine Illusion. Auf den Straßen herrscht Krieg, Gewalt und Hunger.
Das einzige, was mich diese Eiszeit ertragen lässt, sind meine Kinder und die Hoffnung, dass ihre Generation es besser macht als wir. Diese Hoffnung ist alles, was mich daran hindert durchzudrehen. Sie wärmt mein Herz.
Denn es ist kalt.
Eiskalt.
Nicht nur draußen.
Das Licht erfriert.