#BookBitches

Selfpublisherinnen können mehr, als nur Einkaufszettel schreiben.


Als ich heute Morgen aufwachte, verspürte ich das dringende Bedürfnis, einigen Indie-Autorinnen meinen Respekt zu zollen. Warum? Weil ich vor allem 2018 großartige Selfpublisherinnen kennenlernen durfte. Weshalb Publikumsverlage und auch (selbsternannte) Literaturexperten immer noch Vorurteile haben, kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Das Klischee, Selfpublisher finden keinen Verlag und veröffentlichen ihre Bücher deshalb selbst, ist kläglicher Schnee von gestern. Da wächst eine qualifizierte Konkurrenz heran, die durchaus ernst zu nehmen ist. Nicht nur, weil Selfpublisher ihre Werke und ihre Person selbst vermarkten. Sie stürmen die Charts, und das aus gutem Grunde. Zumindest jene Frauen, die ich kenne, wissen genau, was sie tun. Sie können nicht nur schreiben, sie haben Ahnung vom Markt, von den Bedürfnissen ihrer Leser und können explizit darauf eingehen. Der "Kuschelfaktor", also die direkte Interaktion mit ihren Fans, ist ein großartiger Vorteil gegenüber Publikumsverlagen, deren komplexe Strukturen jegliche Spontanität bremsen. Darüber hinaus sind zunehmend Kooperationen zu finden. Selfpublisher organisieren sich - miteinander statt gegeneinander. Und ein weiterer Vorteil liegt eindeutig im Selbstverlag: die Freiheit. Wer alles allein in der Hand hat, kann auch jederzeit allein entscheiden. Darüber hinaus setzt insbesondere der professionelle Auftritt ein Zeichen. Selfpublisher sind längst nicht mehr nur Hobby-Autoren, können mehr, als nur Einkaufszettel schreiben. Ihre Außenwirkung bei Messen, im Internet oder auch im Fankontakt sind mittlerweile hochgradig professionell. Die Autorinnen in meinem Umfeld sind Businessfrauen, wahre Kennerinnen der Szene und gerade deshalb so wunderbar erfolgreich. 

Weiter so, Mädels! 
Eure Mari März