MissVerständnis - Borderline

Was ist Wahn, was ist wahr?

Sandy Mercier

Rezension aus Deutschland vom 17. Mai 2021

 
Ich habe so viel zwischen den Zeilen gelesen. Dieser Psychothriller ist vielschichtig, tiefgründig und mega spannend. Ich bin total begeistert. Marifiziert habe ich in den anderen Rezensionen gelesen und kann dem nur zustimmen. Das Cover ist natürlich auch der Hammer.
 
Lilly W.
Rezension aus Deutschland vom 12. Mai 2021
 
Beim Buchwichteln, mit dem Wunsch: schenke mir ein Buch, das du liebst - erhielt ich MISS Verständnis.
Und ich wurde nicht enttäuscht! Dieser Psychothriller ist einfach anders. Allein schon die Sache mit den Farben...
Hier gibt es keine Mordserie, viel Blutvergießen und ekelhafte Szenen, die sich nahtlos aneinander reihen.
Alles was hier passiert, geschieht hauptsächlich im Kopf. Oder nicht?
Was mich aber am meisten beeindruckte waren die versteckten und doch offensichtlichen Hinweise auf Themen, die wir alle kennen. Oder auch nicht?
Ich möchte an dieser Stelle nicht Spoilern, lesen Sie den Klappentext, lesen Sie das Buch! Es lohnt sich.
Mari März hat mich mitgenommen auf Mias Seelenreise und die Beweggründe für ihr handeln kann ich durchaus nachvollziehen. Erleben möchte ich dies allerdings nicht! Passt gut auf euch auf! Was ist wahr, was ist Wahn?
 
Lesehexchen
Rezension aus Deutschland vom 6. März 2021
Ich bin ja ein Fan von den Büchern aus dem Hause Mari März. Das ganze Buch beschäftigte mich die Frage: Was ist wahr, was ist Wahn?
Ich konnte mich in Mia reinversetzen. Ich mag auch keine Menschen. *lach*
Mia ist Ratgeberautorin und will nur eines: Endlich keine Ratgeber mehr schreiben. Doch dies ist nicht so einfach. Als sie eines Tages im Krankenhaus erwacht, fehlen ihr die Erinnerungen der vergangenen Monate. Von Drogenexzessen, Alkohol in Rauen Mengen und schlussendlich soll sie splitterfasernackt bei minus 5 Grad von einer Brücke gesprungen sein. Zumindest erzählt dies ihr Agent Roger. Der Verlag ist nicht begeistert von ihrer selbstzerstörerischen Phase und schickt sie ins Bliss. Eine Nervenheilanstalt für Künstler.
Ein gut gemachter Psychothriller, dem ich jedem wärmstens empfehlen kann.
 
Anke Lippasson
Rezension aus Deutschland vom 18. Februar 2021
 
Meine Leseempfehlung für ein Buch, das mich gleichermaßen begeistert wie auch irritiert und letztlich nachdenklich zurückgelassen hat.
Der mitreißende Schreibstil lädt zum Verschlingen ein, wenn da nicht die Zeit zum Nachsinnen und Verdauen gewesen wäre, die dieses bei mir "herausgezögert" hat.
Ein besonderes Buch. Eine besondere Miss. Ein besonderes Verständnis. Eben ein(e) MissVerständnis.
 
Ju
Rezension aus Deutschland vom 7. Dezember 2020
 
Ein Buch, dass einfach einen einnimmt, aber anders wie andere Bücher. Anders gut.
Ich habe angefangen zu lesen und hatte nur Fragezeichen im Kopf. Die Autorin hat ein Talent dafür den Leser sprichwörtlich in der Luft baumeln zu lassen. Den die Grenzen zwischen Wahr und Falsch sind extrem verwischt, als Leser weiß man nie was echt und was Fiktion ist. Doch nach und nach wird man immer mal wieder mit "Eingebungen" gefüttert und am Ende sieht man alles klar. Der rote Faden war mir bis zum Ende hin nich zu 100% bewusst, doch er ist da. Klar und deutlich.
 
Velvet in Paradise
Rezension aus Deutschland vom 16. Mai 2020
 
Mia Martin wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern, um genau zu sein fehlen ihr 9 Monate ihres Lebens, Sie hat sich dazu entschlossen einfach keine Menschen mehr zu mögen und eskaliert völlig. Die erfolgreiche Ratgeberautorin, MISS VERSTÄNDNIS, zerlegt ihre Karriere Stück für Stück zu Klump und Asche.
Ein Disaster jagt das nächste und der Verlag setzt Mia die Pistole auf die Brust: Lass dich behandeln oder du fliegst! Ihr Agent schafft es Mia dazu zu bewegen sich ins BLISS, dem Refugium für verwirrte Künstler einweisen zu lassen. Irgendwo im Nirgendwo. Hier muss sich Mia mit sich selbst auseinander setzen, um den Erinnerungslücken auf den Grund zu gehen.
Der Strom fällt aus und ein Mord passiert.
WAS IST WAHN? WAS IST WAHR?
Was bedeuten Grenzen im Nirwana der Angst?
Was, wenn die Wahrheit eine Lüge ist?

Ich feier Mia und zwar so richtig derbe! Jemand, der Santa Claus verprügelt und kleine Kinder im IKEA Bällebad piesackt, ist mir immer sehr sympathisch. Emotional der reinste Widerspruch. Aber nicht nur deswegen mag ich sie. Mia ist ein Charakter, der einen dazu bringt unbewusst sich selbst zu reflektieren, sich wiederzufinden, um die Lücken zu füllen und um sich seinen Ängsten zu stellen. Ich war selber mal Patientin und es gibt nichts schlimmeres , als diesen Moment, in dem man in der Klinik ist und sich mit sich selbst auseinander setzten muss und die weißen Wände sind wirklich zum kotzen!
Shit happens! Ich kann Mia sehr gut verstehen, mit all ihren Ups and Downs, Sorgen, Ängsten und Hoffnungen. Zum Glück hat sie einen Anker, ihren Agenten Roger, der irgendwie auch ihr bester Freund ist und ihr hilft, wo er nur kann. Wenn eine Nebenfigur Respekt verdient, dann auf jeden Fall er.
Beim Lesen war ich die ganze Zeit am überlegen, warum die Patienten keine Namen haben, sondern nach Farben benannt wurden: Red, Violett, Orange, Blue...
"die Farben sind trügerisch..."
Ich bin mir irgendwie nie sicher gewesen ob diese auch wirklich real waren oder nicht und dann gab es da ja auch noch den König.
Ein Strudel aus Irrungen und Wirrungen.
Da kam mir ein interessanter Gedanke: Was wäre, wenn der Stromausfall den Gedächtnisverlust von Mia symbolisiert und die Farben einfach ihre Emotionen wiederspiegeln?
Spannend oder? Wenn man diesen Gedanken den Rest der Geschichte weiter verfolgt, schließt sich langsam der Kreis, die Synapsen qualmen und man beginnt zu realisieren.

Nervös, Fingernägel kauend, fieberte ich dem Ende entgegen. Ein mulmiges Gefühl machte sich breit und eine düstere Vorahnung keimte auf. Und da war er wieder, dieser typische Mari-März in your face Effekt! Knallhart, ungeschönt und ehrlich. Etwas, was ich an ihren Geschichten lieben und schätzen gelernt habe. Man weiß eigentlich, dass der große Knall noch kommt, trotzdem überrascht sie mich immer wieder völlig unerwartet, wie ein Faustschlag in die Magengegend. Eine Mari März ist halt kein Fall für eine rosa rüschi-plüschi Welt. Sie bewegt etwas, etwas was unangenehm angenehm ist, spricht Themen an, über die sonst niemand spricht, verpackt in einer grandiosen Story. Man wird Teil einer Geschichte lacht, lieb, leidet mit der Protagonistin und beginnt ein Stück weit zu verstehen, zu akzeptieren.
Ein Buch mit einem schwierigen Thema. Perfekt umgesetzt. Emotional und spannend. Eine Miss Verständnis, die nachdenklich macht, im Kopf nachklingt, alles durcheinander wirbelt, neu sortiert und die man einfach lieben muss.

Nach PSYCHO-PAT ein Buch, welches mich ganz nach meinem Geschmack umgeblasen hat und ich von Herzen weiter empfehlen kann.

Danke, liebe Anika, für diese tolle Buchvorstellung. 

https://nikaslesewahnsinn.wordpress.com