Mari März

Schriftstellerin, Lektorin, Ghostwriterin, Freigeist

 

Seit acht Jahren schreibe ich mich frei, probiere mich aus, lerne viel über das Schreibhandwerk, die Buchbranche und letztlich mich selbst besser kennen. Nein, ich schreibe nicht schon seit Kindertagen, wie so viele romantisch behaupten. Natürlich dachte ich mir Geschichten aus, glaubte aber niemals daran, selbst Schriftstellerin sein zu können; nicht in der DDR und mit jeder Menge Demut. 

Heute weiß ich, dass ich es kann.

Von 2013 bis 2017 schrieb ich Bachelor-Arbeiten für faule Studenten, später Sachbücher im Auftrag. Nach einigen nicht gerade optimalen Erfahrungen mit Verlagen überwand ich meine Selbstzweifel und veröffentlichte seit 2018 im Selfpublishing diverse Romane, Novellen und Shortstories. Ich erzähle Geschichten über Menschen und ihre Schicksale im gesellschaftlichen, politischen und/oder psychologischen Kontext. Dabei war und ist mir das Genre egal. Meine Bücher gehören nicht in Schubladen, sondern aufs Regal. 

In all der Zeit suchte ich nach meinem Fokus, meinem Alleinstellungsmerkmal ... Zum einen schreibe ich Geschichten, die du nicht vergisst. Das ist kein Werbeslogan, keine verkaufsfördernde Phrase, sondern mehrheitliche Aussage vieler Leser. Worauf ich mich nunmehr konzentriere, ist meine Stadt, meine Heimat. Derzeit arbeite ich an mehreren Romanen, die nicht nur einfach in Berlin spielen, sie sind ein Teil von mir. Und genau hier soll zukünftig mein Fokus, mein Alleinstellungsmerkmal liegen: Ich bin gebürtige Berlinerin, Zeitzeugin ... wortgewaltig, auf den Punkt, authentisch.

 

Von 1972 bis 1990 wohnte ich direkt an der Mauer, dann in Hohenschönhausen, Lichtenberg, Friedrichshain, Glienicke, Tiergarten, Reinickendorf, Neukölln und Pankow. Kurzum: Ich kenne meine Stadt - hüben wie drüben, damals und heute.

 

Als Tochter einer Lehrerin wurde ich freigeistig erzogen und hatte schon immer meinen eigenen kreativen Kopf, was vielleicht auch daran liegt, dass ich Linkshänderin bin. Schon früh lernte ich, was es bedeutet, in einem totalitären Staat eigene Standpunkte zu vertreten. Trotzdem konnte und wollte ich meine Klappe nicht halten und wurde deshalb trotz bester Noten nicht zum Abitur zugelassen. Mein Vitamin-B reichte lediglich für eine Ausbildung bei der Staatlichen Plankommission respektive dem Ministerrat der DDR, obwohl ich doch eigentlich Germanistik, Psychologie oder Kunst studieren wollte. Ich war gefangen in dem System, das ich zutiefst verachtete. Dann fiel die Mauer. Ich erlebte die Anarchie der Wendezeit, arbeitete im Bundesausfuhramt/Kriegswaffenkontrolle und half dabei, die Kasernen der sowjetischen Besatzer abzuwickeln. Die Bundesregierung zog nach Berlin und ich protokollierte die internen Sitzungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, war für Friedrich Merz tätig, dann für die jeweiligen wirtschaftspolitischen Sprecher der Unionsfraktion ... übrigens ohne Parteibuch und heilige Kommunion. Im Frühjahr 2013 erlitt ich einen Burnout, die Migräne wurde chronisch, machte mich arbeitsunfähig und ich erkannte, dass es Zeit war, endlich mein Leben aus den viel zu tiefen Fugen zu reißen.

Tja, und da bin ich: Frei, kreativ und besessen von der Idee, all das aufzuschreiben, was ich erlebt und zu sagen habe. 

 

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