Rezensionen

 

Natürlich freue ich mich grundsätzlich über jedes Feedback - ob nun mündlich oder schriftlich. Die persönlich und deshalb (zumeist) sehr herzlich vorgetragenen Meinungen gefallen mir am besten. Doch die sind wiederum "intim" und selten für die Allgemeinheit nachzulesen. Wer also nicht gern die Katze im Sack kauft und sich lieber im Vorfeld die Meinungen anderer Leser anschauen möchte, der könnte hier fündig werden. 

 

Grundsätzlich bedeutet mir Klasse viel mehr als Masse. Aus diesem Grund schmücke ich mich vielleicht nicht mit unzähligen Statements a' la "Ganz gut. Bei dem Preis kann man nichts falsch machen". Viel wichtiger sind mir ernstgemeinte Lesermeinungen - gern auch mit Kritik, Hauptsache mit Substanz. 

 

Schreib mir, ob und warum dich meine Bücher bewegen, berühren, begeistern oder gar belästigen ... 

 

Ich freue mich über jede Meinung.

Deine Mari März

 

Hier eine kleine Auswahl, allesamt nachzulesen bei Amazon & Co.

 

Sandy Mercier: Miss Verständnis - Borderline

Rezension aus Deutschland vom 17. Mai 2021

 
Ich habe so viel zwischen den Zeilen gelesen. Dieser Psychothriller ist vielschichtig, tiefgründig und mega spannend. Ich bin total begeistert. Marifiziert habe ich in den anderen Rezensionen gelesen und kann dem nur zustimmen. Das Cover ist natürlich auch der Hammer.
 

Lilly W.: Miss Verständnis - Borderline

Rezension aus Deutschland vom 12. Mai 2021
 
Beim Buchwichteln, mit dem Wunsch: schenke mir ein Buch, das du liebst - erhielt ich MISS Verständnis.
Und ich wurde nicht enttäuscht! Dieser Psychothriller ist einfach anders. Allein schon die Sache mit den Farben...
Hier gibt es keine Mordserie, viel Blutvergießen und ekelhafte Szenen, die sich nahtlos aneinander reihen.
Alles was hier passiert, geschieht hauptsächlich im Kopf. Oder nicht?
Was mich aber am meisten beeindruckte waren die versteckten und doch offensichtlichen Hinweise auf Themen, die wir alle kennen. Oder auch nicht?
Ich möchte an dieser Stelle nicht Spoilern, lesen Sie den Klappentext, lesen Sie das Buch! Es lohnt sich.
Mari März hat mich mitgenommen auf Mias Seelenreise und die Beweggründe für ihr handeln kann ich durchaus nachvollziehen. Erleben möchte ich dies allerdings nicht! Passt gut auf euch auf! Was ist wahr, was ist Wahn?
 

Lesehexchen: Miss Verständnis - Borderline

Rezension aus Deutschland vom 6. März 2021
Ich bin ja ein Fan von den Büchern aus dem Hause Mari März. Das ganze Buch beschäftigte mich die Frage: Was ist wahr, was ist Wahn?
Ich konnte mich in Mia reinversetzen. Ich mag auch keine Menschen. *lach*
Mia ist Ratgeberautorin und will nur eines: Endlich keine Ratgeber mehr schreiben. Doch dies ist nicht so einfach. Als sie eines Tages im Krankenhaus erwacht, fehlen ihr die Erinnerungen der vergangenen Monate. Von Drogenexzessen, Alkohol in Rauen Mengen und schlussendlich soll sie splitterfasernackt bei minus 5 Grad von einer Brücke gesprungen sein. Zumindest erzählt dies ihr Agent Roger. Der Verlag ist nicht begeistert von ihrer selbstzerstörerischen Phase und schickt sie ins Bliss. Eine Nervenheilanstalt für Künstler.
Ein gut gemachter Psychothriller, dem ich jedem wärmstens empfehlen kann.
 

Anke Lippasson: Miss Verständnis - Borderline

Rezension aus Deutschland vom 18. Februar 2021
 
Meine Leseempfehlung für ein Buch, das mich gleichermaßen begeistert wie auch irritiert und letztlich nachdenklich zurückgelassen hat. Der mitreißende Schreibstil lädt zum Verschlingen ein, wenn da nicht die Zeit zum Nachsinnen und Verdauen gewesen wäre, die dieses bei mir "herausgezögert" hat. Ein besonderes Buch. Eine besondere Miss. Ein besonderes Verständnis. Eben ein(e) MissVerständnis.
 

Velvet in Paradise: Miss Verständnis - Borderline

Rezension aus Deutschland vom 16. Mai 2020
 
Mia Martin wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern, um genau zu sein fehlen ihr 9 Monate ihres Lebens, Sie hat sich dazu entschlossen einfach keine Menschen mehr zu mögen und eskaliert völlig. Die erfolgreiche Ratgeberautorin, MISS VERSTÄNDNIS, zerlegt ihre Karriere Stück für Stück zu Klump und Asche.
Ein Disaster jagt das nächste und der Verlag setzt Mia die Pistole auf die Brust: Lass dich behandeln oder du fliegst! Ihr Agent schafft es Mia dazu zu bewegen sich ins BLISS, dem Refugium für verwirrte Künstler einweisen zu lassen. Irgendwo im Nirgendwo. Hier muss sich Mia mit sich selbst auseinander setzen, um den Erinnerungslücken auf den Grund zu gehen.
Der Strom fällt aus und ein Mord passiert.
WAS IST WAHN? WAS IST WAHR?
Was bedeuten Grenzen im Nirwana der Angst?
Was, wenn die Wahrheit eine Lüge ist?

Ich feier Mia und zwar so richtig derbe! Jemand, der Santa Claus verprügelt und kleine Kinder im IKEA Bällebad piesackt, ist mir immer sehr sympathisch. Emotional der reinste Widerspruch. Aber nicht nur deswegen mag ich sie. Mia ist ein Charakter, der einen dazu bringt unbewusst sich selbst zu reflektieren, sich wiederzufinden, um die Lücken zu füllen und um sich seinen Ängsten zu stellen. Ich war selber mal Patientin und es gibt nichts schlimmeres , als diesen Moment, in dem man in der Klinik ist und sich mit sich selbst auseinander setzten muss und die weißen Wände sind wirklich zum kotzen!
Shit happens! Ich kann Mia sehr gut verstehen, mit all ihren Ups and Downs, Sorgen, Ängsten und Hoffnungen. Zum Glück hat sie einen Anker, ihren Agenten Roger, der irgendwie auch ihr bester Freund ist und ihr hilft, wo er nur kann. Wenn eine Nebenfigur Respekt verdient, dann auf jeden Fall er.
Beim Lesen war ich die ganze Zeit am überlegen, warum die Patienten keine Namen haben, sondern nach Farben benannt wurden: Red, Violett, Orange, Blue...
"die Farben sind trügerisch..."
Ich bin mir irgendwie nie sicher gewesen ob diese auch wirklich real waren oder nicht und dann gab es da ja auch noch den König.
Ein Strudel aus Irrungen und Wirrungen.
Da kam mir ein interessanter Gedanke: Was wäre, wenn der Stromausfall den Gedächtnisverlust von Mia symbolisiert und die Farben einfach ihre Emotionen wiederspiegeln?
Spannend oder? Wenn man diesen Gedanken den Rest der Geschichte weiter verfolgt, schließt sich langsam der Kreis, die Synapsen qualmen und man beginnt zu realisieren.

Nervös, Fingernägel kauend, fieberte ich dem Ende entgegen. Ein mulmiges Gefühl machte sich breit und eine düstere Vorahnung keimte auf. Und da war er wieder, dieser typische Mari-März in your face Effekt! Knallhart, ungeschönt und ehrlich. Etwas, was ich an ihren Geschichten lieben und schätzen gelernt habe. Man weiß eigentlich, dass der große Knall noch kommt, trotzdem überrascht sie mich immer wieder völlig unerwartet, wie ein Faustschlag in die Magengegend. Eine Mari März ist halt kein Fall für eine rosa rüschi-plüschi Welt. Sie bewegt etwas, etwas was unangenehm angenehm ist, spricht Themen an, über die sonst niemand spricht, verpackt in einer grandiosen Story. Man wird Teil einer Geschichte lacht, lieb, leidet mit der Protagonistin und beginnt ein Stück weit zu verstehen, zu akzeptieren.
Ein Buch mit einem schwierigen Thema. Perfekt umgesetzt. Emotional und spannend. Eine Miss Verständnis, die nachdenklich macht, im Kopf nachklingt, alles durcheinander wirbelt, neu sortiert und die man einfach lieben muss.

Nach PSYCHO-PAT ein Buch, welches mich ganz nach meinem Geschmack umgeblasen hat und ich von Herzen weiter empfehlen kann.
 

 

Nadja R.: Was ist schon normal?: Psycho-Pat

16. August 2018

Format: Kindle EditionVerifizierter Kauf

15. August 2018

Format: Kindle EditionVerifizierter Kauf

 

Gegen das Vergessen ...

Yvonne Fritz: DER TÄNZER

Rezension aus Deutschland vom 14. November 2019

Die Verbindung der Vergangenheit mit der Gegenwart ist so ergreifend gelungen. Ist doch dieses Thema des Buches aktueller den je. Dieses Buch ist gegen das Vergessen und öffnet vielleicht auch denjenigen die Augen, die sonst nicht wagen ,ihre Scheuklappen abzusetzen .
Ich war sofort mit der Geschichte eins, sie rüttelt wach in einer sehr offenen und aufschlussreichen Art.
Diese Geschichte zeigt auch, dass die Autorin nicht nur gut recherchiert hat. Nein,man spürt anhand ihrer Schreibweise ,wie sehr ihr das Thema am Herzen liegt.
Dieses Buch setzt ein wichtiges Zeichen und ich bin dankbar, dass die Autorin es zu Papier gebracht hat!
 
Bettina Reitz: DER TÄNZER
Rezension aus Deutschland vom 17. November 2019
Der Autorin ist es gelungen , Erotik und Zeitgeschehen in eine prägende Geschichte zu packen. Die mich mitgenommen hat. ich fand das Mari Mergen sehr detailliert und fundiert recherchiert hat . Die Story hat mich sofort mitgenommen. Ein Thema das sehr gut umgesetzt wurde Wie verblendet manche immer noch sind wenn es um Thema Homosexualität etc. geht. Die Verquickung der Vergangenheit mit dem jetzigen Leben ist grossartig gelungen, durch fliessende Übergänge.
 
anonym: DER TÄNZER
Rezension aus Deutschland vom 27. November 2019
Eine spannend geschriebene Kurzgeschichte mit toll beschriebenen Protas,
die Autorin hat einen fesselnden und direkten Schreibstil,
in dieser Novelle wird Vergangenheit und Gegenwart gekonnt verknuepft,
in einer Geschichte, die einen mitnimmt und zum Nachdenken anregt.
 
Dohmy - Ohne Bücher? Ohne uns: DER TÄNZER
Rezension aus Deutschland vom 17. November 2019
Wenn ich mir ein Buch aus der Feder von Mari März in die Hand nehme, weiß ich das mich kein 08/15 Thema erwartet. In „Der Tänzer“ stellt die Autorin auf wenigen Seiten das ›Gegen das Vergessen‹ in den Vordergrund und verschreibt sich den moralischen Aspekten der Vergangenheit. Wo die Thematik Homosexualität heute leider immer noch gesellschaftskritisch besprochen wird, hat es Mari März geschafft, die traurige Vergangenheit mit der traurigen Gegenwart zu verknüpfen und erneut Geschichte zu schreiben.
Die geschichtlichen Aspekte kamen für mich gut und greifbar rüber. Auch die Poesie, die die Autorin in die Figur des Tänzers gelegt hat, war atemberaubend. Ich empfand es als sehr angenehm, wie Tom seine neue Seite an sich entdeckt. Obwohl ich keine Erfahrung im Bereich der Gayromance habe, kam mir die Lovestory zwischen Tom und Jack zu verspielt und kitschig rüber. Sicher gibt es beim kreativen Schreiben immer ein Fünkchen Fantasie, die den Leser beflügeln soll, aber es gab eine Stelle, die ich mir durchaus realistischer gewünscht hätte. Aus diesem Grund ziehe ich auch einen Stern ab und vergebe leider nur 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit:
Mari März schreibt wie ihr die Schnute gewachsen ist. Gewohnt setzt sie gesellschaftskritische Themen in Szene und leistet dabei eine absolut schnörkelfreie und unverblümte Aufklärungsarbeit. Ich bin sehr froh, dass ich Mari März für mich entdeckt habe und freue mich auf viele weitere Werke dieser außergewöhnlichen Autorin.
 
Anika F./Nikas Lesewahnsinn
Rezension aus Deutschland vom 16. November 2019
Ich sitze hier und muss das echt mal sacken lassen. Dieses Buch ist inspiriert von einer wahren Begebenheit. Mir läuft es eiskalt über den Rücken, wenn mir bewusst wird wie engstirnig, verachtend, grauenvoll, respektlos, intolerant und rassistisch unsere Welt war. Aber halt war sie es oder ist sie es nicht teilweise immer noch?
Wenn man beachtet, dass einige immer noch Menschen für ihre sexuelle Neigung wie Abschaum behandeln. Hallo, wo bleibt bitte unsere hochgelobte Modernität der Gesellschaft?!

Mari März, du hast dieses Buch historisch absolut toll recherchiert. In Berlin gab es homosexuelle Häftlinge im KZ, die für den Bau einer Siedlung zuständig waren und zum Ziel und Gespöt der Offiziere wurden.
Die Protagonisten sind ein homosexuelles Paar. Tom ist Architekt und lebt mit seinem Verlobten Jack in New York. Er erbt ein Haus in Berlin, welches absolut renovierungsbedürftig ist. Sein Verlobter macht sich auf Erkundungstour und kommt mit den Erkenntnissen einer grauenvoll Zeit in Deutschland nach Hause. Das was Jack und Tom leben, war damals hoch verachtet und wurde mit krassen Mitteln verhindert. 1994 wurde der Unzuchtsparagraph abgeschafft, zum Glück. Nur so können Menschen ihre sexuelle Neigung ausleben.

Ich hoffe, dass dieses Buch viele lesen. Es sind lediglich 60 Seiten, aber gespickt mit wichtigen Denkanstössen, Fakten und unglaublich wichtigen historischen Gegebenheiten.
Lasst nicht Ignoranz und Intoleranz im 21. Jahrhundert euer Denken bestimmen. Niemand soll verachtet werden für das wie und was er lebt und auslebt. Jeder von uns hat eine Daseinsberechtigung und niemand, absolut niemand sollte für seine Art Gewalt erleben.
Fangt an und seid weltoffene, toleranter und gesellschaftlicher.

Danke Mari März für deinen absolut direkten Schreibstil und deine Art uns als Leser in deinen Büchern zu fesseln. Du schaffst ds Themen genau richtig auf den Punkt zu bringen und sie unverblümt auf Die Welt los zu lassen. Behalte das bitte bei.
Absolut verdient 5 von 5 Sterne
 
Die Blutbraut: DER TÄNZER
Rezension aus Deutschland vom 8. Dezember 2019
Der Tänzer, so der Titel der Novelle von Mari März. Eine Gay- Geister- Geschichte.
Was hab ich erwartet? Irgend etwas Schnulziges? Etwas Lustiges? Oder etwa eine Gruselstory?

Was habe ich bekommen? Gänsehaut. Synapsenknistern. Bedauern.
Tom ist ein bodenständiger Typ, ein Architekt, der mit Zahlen und Fakten bestens arbeiten kann. Er lebt in New York, mit seinem Liebsten, Jack. Nachdem Tom ein Haus in der Nähe von Berlin geerbt hat, will das Paar den Zustand des Hauses prüfen und besucht Toms alte Heimat.
Nachdem Jack wegen seiner Arbeit wieder zurück fliegt, bleibt Tom alleine in dem alten Haus. Ein Haus, welches in einer dunklen Zeit gebaut wurde. Im Holocaust, wo nicht nur Juden verfolgt, sondern auch Homosexuelle Opfer wurden. Homosexuelle wurden genau wie die Juden zur Arbeit gezwungen, unter schlimmsten Bedingungen. Und dieses geerbte Haus wurde von Homosexuellen Häftlingen in der Nazizeit erbaut. Tom hört plötzlich Stimmen, er zweifelt an seinem Verstand, er geht in sich. Tom sieht den Tänzer, einen Geist, und erfährt alles über das KZ, welches in der Nähe stand. Der Mord an tausenden Andersdenkenden darf nie vergessen werden.

Tom wird geflutet von Emotionen, er durchlebt das Leiden und arbeitet seine eigene Vergangenheit mit auf.
Der Unzuchtsparagraph wurde im vereinigten Deutschland erst 1994 außer Kraft gesetzt- solange galt gleichgeschlechtliche Liebe als strafbar. 25 Jahre ist das her- warum hat sich so wenig geändert? Warum wollen wir die Vergangenheit unbedingt vergessen?

Der Tänzer ist ein Buch gegen das Vergessen.
Ich habe vielleicht etwas Romantik erwartet, ein paar Männerküsse, streichelnde Männerhände... Gespenster in einem alten Haus. 
Was habe ich bekommen?
Einen Schlag in die Magengrube. Geöffnete Augen. Erkenntis.
Das Thema Nazis, Holocaust, Verfolgung ist immer noch aktuell. Wir dürfen es nicht vergessen, nicht denken: das war früher, damit habe ich nichts zu tun. Sonst wird sich das Ganze wiederholen.

Natürlich habe ich auch Liebe bekommen, Zärtlichkeiten und tiefe Gespräche. Diese Mischung hat mich sehr berührt, eine Lovestory, hineingestoßen ist die dunkelste Zeit Deutschlands. Gespickt mit einer geisterhaften Gestalt, die unter die Haut geht.

Mari März, ich muss leider auch Kritik üben. Du hast mich so leer hinterlassen, die Novelle ist zu kurz. Wie kannst du so eine große Geschichte in so wenig Seiten packen? Und doch... hat der Tänzer mich nachdenklich und traurig gemacht, aber auch zuversichtlich und mich dran erinnert, wofür ich dankbar sein sollte.
Lasst euch auf den Tänzer ein, lasst euch besuchen und mitreißen. Nur bedenkt, dass die Geschichte euch nicht direkt wieder loslässt.
 
Heidelinde Penndorf: DER TÄNZER
Rezension aus Deutschland vom 14. November 2019
Ein kleines Büchlein – aber was für eines – Mari März stellt den verpflichtenden moralischen Aspekt ›Gegen das Vergessen‹ in den Vordergrund und erinnert an die bisher dunkelste grausame Geschichte unseres Landes. Einfühlsam und empathisch nutzt sie dazu eine fiktive Geschichte und verknüpft sie gekonnt mit den Verbrechen Hitlerdeutschlands.

Worum geht es? Es geht um das Anderssein – wenn Menschen nicht dem Raster der Werte und Normen entsprechen, die die Gesellschaft festgelegt hat. Mari März macht insbesondere darauf aufmerksam, dass in der Nazizeit Homosexualität aufgrund des Unzuchtparagraphen strafbar war, viele der Betroffenen in Umerziehungslager kamen und oft grausam zu Tode gefoltert wurden. Sie erinnert an die Mordaktion gegen Homosexuelle des Sommers im Jahr 1942 und auch daran, dass der Paragraph 175 bereits im 19. Jahrhundert im Gesetz Akzeptanz fand, dieser während der NS-Zeit verschärft wurde, in der ehemaligen DDR übrigens schon Ende der Fünfziger Jahre gestrichen, aber erst im Juni 1994 im wiedervereinigten Deutschland außer Kraft gesetzt wurde. Da hat sich Deutschland mit der Akzeptanz des Andersseins ziemlich schwergetan. Kein Wunder, dass nur wenige eine Opferrente bekommen und in den Geschichtsbüchern kaum darüber berichtet wird und wenn nur am Rande.

Es gibt eine Stelle im Buch, die hat mich aufhorchen lassen: ›Und auch, dass ein weiteres Mal das Licht zu erfrieren drohte, weil wir unsere Hoffnung verloren, unsere Identität, Das WIE‹. Dieser Satz ist für mich eine Metapher – eine Warnung – das Licht unserer Seele verdunkelt sich, angesichts des rechten Gedankenguts, welches sich in unserem Land verstärkt hat. Es ist das WIE, welches überaus wichtig ist: Wie wir miteinander umgehen, die oft fehlende Akzeptanz des Anderssein, die moralischen emphatischen Werte, die verloren zu gehen scheinen. Deshalb kann nicht oft genug gemahnt werden, nicht oft genug daran erinnert werden, dagegen gesungen, Filme gedreht werden und geschrieben werden, so wie Mari März es mit dieser kleinen Novelle tut. Gegen das Vergessen angehen, denn so etwas darf sich nie wiederholen.

Chapeau Mari März! Das Buch hat meine absolute Leseempfehlung und ich wünsch der Autorin, dass das kleine Büchlein vielen Leserinnen und Leser haben wird.
 

 

Juliette M. Braatz: MEMO

Rezension aus Deutschland vom 14. Juni 2021

... ist sie dann für immer zerstört? Wie viel Leid und Schmerz kann ein Mensch ertragen, bis er sich dazu entscheidet, nicht mehr leben zu wollen? Und damit meine ich nicht, dass jemand Suizid begeht. Man kann auch anders sterben. Indem man sich aufgibt, in eine Welt flüchtet, die surreal ist.

Diese Kurzgeschichte war wie eine Achterbahnfahrt durch tiefe Schluchten, begleitet von einem Ensemble des Wiener Opernballs. Sie war staubig und beängstigend, doch glitzernd zugleich. Glitzer und Staub. Darauf stößt der Leser einige Male und wird sich der Bedeutung erst am Ende bewusst. Wenn es kein Zurück mehr gibt.

Mari März hat eine sehr angenehme Schreibe, verzichtet völlig auf Schnörkel und hat das Wissen dafür, wann es darauf ankommt, sich die Finger beim Schreiben schmutzig zu machen oder Lyrik in den Plot fließen zu lassen. Nichts ist over the top, sondern wohl überlegt und geschickt konstruiert.

Ein Zitat blieb mir besonders in Erinnerung:
"Tante Claudia neben mir hebt lächelnd den Zeigefinger. Ich könnte ihr eines meiner Haare darum wickeln."

Es steckt so viel zwischen den Zeilen, jede noch so beiläufige Bemerkung ist in Wahrheit ein Erkennungsmerkmal. Eine Botschaft. Und eine Bitte an jeden von uns, dass wir jede Seele beschützen müssen, vor allem die unserer Kinder.
 
 

 

Rebecca: DANNY

Rezension aus Deutschland vom 19. Mai 2021

DANNY ist eine Kurzgeschichte von Mari März, die im Rahmen der Vereinigung die "Mordslustigen" entstanden ist. Und was soll ich sagen? Die Autorin trifft hier wieder genau meinen Geschmack. Bitterböse und unbarmherzig erlebt der Womanizer Danny, dass sich die Frauen zum Glück nicht alles bieten lassen. Denn eine schlägt erbarmungslos zurück. Mega mega mega, aber leider fast zu kurz.
 
Yvonne Fritz: DANNY
Rezension aus Deutschland vom 23. April 2021
Rache ,oh was für ein böses Wort. Sagen wir so. Hier zeigt sich ,wie clever Frau sein kann. Man sollte nie unterschätzen, wie anregend Fantasie umgesetzt werden kann.
Oh Danny, du selbstverliebter Gockel. Grübelst du noch oder schreist du schon?
Herrlich, genial ,ich feiere diese Kurzgeschichte.
Danke Mari März. Die Gedanken sind frei.
 
Beate: DANNY
Rezension aus Deutschland vom 6. Mai 2021
Da ich bereits schon Bücher der Autorin Mari März kenne und diese richtig toll finde, war ich natürlich super neugierig auf diese Kurzgeschichte. Die Autorin bekam von der Autorenvereinigung Die Mordslustigen die Vorgabe, eine Geschichte mit dem Untertitel „Blind Date mit dem Tod“ zu beschreiben, ebenso sollte das Wort „mordslustig“ und ein Autor darin vorkommen.
Was daraus entstand, macht einfach Spaß. Das Buch sollte eine Lehre für die Männerwelt sein, sich nie mit den Frauen anzulegen.
Diese Kurzgeschichte lässt sich so schnell lesen, dass es wirklich ein genüsslicher Vertreib für zwischendurch ist. Humorvoll, klischeebehaftet und einfach machomäßig gut. Ich bekomme jetzt noch ein Grinsen ins Gesicht, wenn ich mir Großkotz Danny vorstelle und gleichzeitig ist mein einziger Wermutstropfen ist, dass ich mir nun mehr von ihm wünsche.
Mein Appell geht an die Leserinnen: Schnappt euch diese Geschichte, genießt sie und vor allem: genießt das Leben.
 
Allys Bücherblog: DANNY
Rezension aus Deutschland vom 24. April 2021
Eine Kurzgeschichte im Rahmen der Aktionen Der Mordslustigen. Ich liege immernoch vor Lachen. Gott Mari will man nicht als Feind haben. Also Männer die ihr Mari in der Vergangenheit verarscht habt geht in Deckung. Der gute Danny ist ein paradebeispiel für ein wirklich widerlichen Typ Mann. Und ja also ich gebe zu bis zum Schluss wäre ich nicht darauf gekommen wer der oder die auftraggeber/in ist. Aber zwei Sachen müsste ich noch wissen... funktioniert das Capsaicin wirklich ? und wo kann ich mich für das Team bewerben. Das wäre ein traumjob.
Eine super ehrliche und um keine Worte verlegene Kurzgeschichte die mich super unterhalten hat. Der schreibstil ist flüssig und angenehm zulesen und trotz der Kürze hat die Story alles was sie braucht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für euch.
 
Ilona Dux: DANNY
Rezension aus Deutschland vom 26. April 2021
Ich liebe ja den Humor von Mari März und welche Frau kennt nicht mindestens einen Mann der wie Danny tickt? So gut wie jede Frau hätte es so einem Chauvinisten doch gerne Mal heimgezahlt oder nicht?
Hier wird sehr suptil und ganz nach Frauenmethode Rache geübt.
Und wenn Man(n) denkt schlimmer geht es nicht... Ja dann sind wir ungefähr bei der Hälfte angekommen.
Ich gab diese Kurzgeschichte gefeiert. In so kurzer Zeit hat Mari März es geschafft den absoluten Obermascho zu zeichnen und auch einen sehr gelungenen Racheplan auszuarbeiten.
Ich habe mich wirklich königlich amüsiert.
 

 

Bücherelfe Claudia: BROKEN MINDS

Rezension aus Deutschland vom 5. Juni 2020

... den man nicht nur kurz anlesen kann. Den man genau dann zur Seite legt, wenn die letzten Zeilen ausgelesen sind und keine Sekunde eher. Und dann setzt der so typische Effekts des Nachklingens ein, weil sie wieder ein Thema anpackt, das einen so schnell nicht mehr loslässt: Häusliche Gewalt.
Häusliche Gewalt in Zeiten von Corona. Mich hat diese Geschichte sehr nachdenklich gemacht, denn bei Corona denkt man an Ausgangssperre, Mundschutzpflicht und Mindestabstand und ist genervt von den Veränderungen im Alltag und dem Umgang untereinander, der plötzlich so anders, so ausgebremst ist. Aber Mari lenkt den Fokus auf etwas anderes, auf etwas viel Gravierenderes: Was ist mit all den Opfern von Gewalttaten, die nun den Tätern noch schutzloser ausgeliefert sind, weil Frauenhäuser geschlossen sind, Selbsthilfegruppen nicht stattfinden und sie somit noch isolierter sind???
Mari erzählt hier sehr bildgewaltig und mitreißend und man möchte ins Buch springen und Alexandra beschützen. Man möchte Axel in seine Weichteile treten oder ihm noch viel schlimmere Dinge antun.
Und man möchte Sascha umarmen und laut Hurra schreien, weil sie einfach ein Engel ist. Aus den Gesprächen zwischen Alexandra und Sascha kann man so viel rausziehen, weil sie so auf dem Punkt sind und so wichtige Erkenntnisse bringen. Hatte ich schon erwähnt, dass Sascha echt toll ist???
Außerdem kann ich bei Maris Geschichten auch immer was für mich rausziehen, wichtige Botschaften, die hängenbleiben und etwas auslösen, die in mir arbeiten. Und mal ganz ehrlich??? Wer von uns ist nicht schon mal in irgendeiner Form mit häuslicher Gewalt konfrontiert worden. Der Wendepunkt in der Geschichte war BÄÄÄM und hat mir äußerst gut gefallen, vor allem, weil ich ihn so in dieser Form nicht erwartet hätte.
Liebe Mari, danke fürs Wachrütteln und für diese sehr emotionale und zu Herzen gehende Geschichte.
 
Mario Rohrhofer: BROKEN MINDS
Rezension aus Deutschland vom 30. Juli 2020
Broken Minds von Mari März ist nach „Im Sog der Hoffnung" von Lisa Skydla, „Wahnring“ von Nici Hope und
„Unter Grund“ von Nadine Teuber der vierte Beitrag zu der Stand-Up-Writing Aktion der #BookBitches. Hier wurden die 5 vorgegebenen Wörter hervorragend in die Geschichte eingebaut sie stören beim Lesen überhaupt nicht und man muss aufpassen das man sie nicht überliest.
Auch hier haben wir nach Nadine Teubers Beitrag wieder einen Bezug zur der alles einnehmenden Situation 2020. Mari März nimmt sich der häuslichen Gewalt an, was gerade in Zeiten der sozialen Isolation ein sehr brennendes Thema ist. Zur Geschichte wurde ja schon viel geschrieben daher nur noch kleine Anmerkungen von mir die zur Bewertung führen: Der Autorin gelingt es gut das man mit Alexandra mitfühlt, leider dann doch etwas zu klischeehaft mit dem gewalttätigen Polizisten der seine Aggressionen zu Hause ausleben muss da es dienstlich „verboten“ ist. Auch wusste ich nicht so recht wo dann plötzlich Sascha herkam, eventuell ist sie ja aber auch nur eine imaginäre Freundin (bzw. eine Projektion ihrer stärkeren Persönlichkeit) die sich dann gegen ihren Mann auflehnt.

Auf alle Fälle wieder eine Geschichte von Mari März die ein wichtiges Thema anspricht und dieses auch gut umgesetzt hat, und einem was zum Nachdenken mitgibt.
 
Scarboox: BROKEN MINDS
Rezension aus Deutschland vom 5. Juni 2020
Mein "Mari-Problem" (sofern man es als ein solches bezeichnen kann, denn eigentlich ist es keins!) ist: Sie packt mich jedes verdammte Mal an meinen sinnbildlichen Eiern und schleift und zerrt mich durch die verschiedensten Emotionen. Sie wirft mich in eine Wanne, die mit genau diesen gefüllt ist und sagt lächelnd: "Viel Spaß. Und geh nicht unter."
Alles klar! Hör du auf zu schreiben und wir haben einen Deal ... Klingt 'n bisschen dramatisch? Keine Sorge, ich kann schwimmen. Halbwegs.
Hier gab es im Gegensatz zu meinen letzten gelesen März-Büchern eine Kurzgeschichte. Kurz bedeutet aber nicht, dass sie deshalb weniger einschlagen kann. Nope. Vielleicht bin ich einfach zu sensibel für den "S*****" (welcher natürlich keiner ist, nur um das mal klarzustellen). Vermutlich neigen Menschen, die eh jeden Tag Emotions-Achterbahn fahren, eher dazu bestimmte Dinge extrem oder überempfindlich und intensiv aufzunehmen. Vielleicht ist es aber auch einfach der Fakt, dass es sich im Geschichten handelt, die aus dem Leben gegriffen und erzählt sind und die Mari März einfach großartig beschreiben und schreiben kann. Aber eventuell ist es auch ein Zusammenspiel aus Beidem ...
Alexandra Winter lebt ein Leben, das man keinem Menschen wünscht oder wünschen sollte. Bereits in der Kindheit war die das Opfer. Daddys Little Girl, nur anders und so wie es niemals sein sollte ... Als sie erwachsen ist, wird es nicht besser, was sie recht schnell nach der Hochzeit mit Polizist Axel erfahren soll. Niemand würde vermuten und ahnen, was für ein Sadist und A******** er ist. Schon gar nicht, wenn man an seinen Job denkt, schließlich soll er beschützen und nicht zerstören, richtig?
Nun könnte man natürlich die kleine Klischee-Peitsche heraus holen und ein bisschen herum wirbeln und knallen lassen. Aber seien wir ehrlich, genau solche oder sehr ähnliche Szenarien spielen sich in so vielen Leben und Haushalten ab. Nur wollen wir es oft einfach nicht sehen oder uns damit beschäftigen.
Aber weiter mit Alexandra ... Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, sorgt ein Virus dafür, dass die Menschen in ihren Leben stark eingeschränkt werden und das nicht gerade zu einer Erleichterung in Alexandras Situation beiträgt.
Vermutlich oder sehr wahrscheinlich würde sie ihr Leben ewig so weiter führen oder es selbst eines Tages aus Verzweiflung beenden, gäbe es nicht Menschen wie Sascha, die wie die manchmal so dringend benötigten Schutzengel und "Durchschüttler" scheinen. Allerdings sind der Wille oder die Kraft etwas zum Alltag gewordenes, wenn auch Schlimmes, gegen einen Neuanfang zu tauschen, oft nicht umzusetzen. Oder es braucht Zeit. Oder viele tiefe Atemzüge und Überlebenswillen. Besitzt Alexandra das alles nach all diesen Misshandlungen und Jahren? Und wie groß kann ein Verlangen nach Rache und Freiheit letztlich wirklich werden? Das lest bitte selbst.
 
Books to go: BROKEN MIND
Rezension aus Deutschland vom 9. Juni 2020
Wieviel Schmerz und Erniedrigung kann ein Mensch vertragen?? Wann zerbricht das Konstrukt des Körpers, wann zersplittert die Seele??
Alexandra hat in ihrem Leben kaum etwas anderes kennengelernt als Gewalt und Unterdrückung – zuerst durch ihren Vater und jetzt durch ihren Ehemann Axel. Er ist Polizeibeamter und sollte eigentlich für Recht und Ordnung sorgen… das tut er auch, nur leider nicht in den eigenen vier Wänden. Frustration, Stress oder einfach nur Spaß an Erniedrigung führen täglich dazu, dass Alexandra zitternd vor ihm steht, was seine Wut nur noch steigert. Auch nachdem sie wochenlang im Krankenhaus lag, schaffte sie es nicht, sich von ihm loszusagen … Körperliche Grausamkeit, psychische Machtspielchen – selten genug kann ein Betroffener aus dieser Spirale entfliehen… meist bedarf es Unterstützung einer dritten Person …
In Alexandra’s Fall handelt es sich um Sascha… sie hat ihr bereits geholfen, als sie sich von ihrem Vater abgrenzen wollte… nun unterstützt sie Alexandra erneut … Werden sie es gemeinsam schaffen sich gegen Axel aufzulehnen und einer gepeinigten Seele neuen Auftrieb zu geben??

Mari März erzählt fesselnd, mitreißend, konsequent und schonungslos. Das Thema des häusliche Gewalt wird meist totgeschwiegen – von Betroffenen, vom jeweiligen Umfeld und natürlich auch den Tätern. Danke an die Autorin, dass sie sich mit diesem heiklen Thema auseinandergesetzt hat!
 

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